Rosenkohl, das Hassgemüse meiner Kindheit :-)

Das Ekelgefühl des Geruchs von Rosenkohl blieb lange an mir haften, ganze 30 Jahre lang. Mein Gott, wie ich dieses Gemüse als Kind gehasst habe. Nur mit äusserster Willensanstrengung a là „Dschungelcamp“ würgte ich die Dinger damals runter, wenn sie mal auf den Tisch kamen. Alleine schon der Gedanke an Rosenkohl erweckte in mir lange das kulinarisches Grauen und ich mied es wie die Pest.

Doch vor 2 Wochen, an einer Versammlung des Turnvereins, da riss ich mich zusammen. Auswärts essen gehen ist für mich immer eine Herausforderung, es gibt leider noch zuwenig Vegirestaurants und glutenfrei schon gar keine :-(. So bestellte ich mir einen Gemüseteller, auf dem ich dann den Rosenkohl erblickte. Mutig nahm ich die Gabel in die Hand und spiesste mir eins von den Teilen auf, steckte es in den Mund und ………

Mhhhhm! Hey, das ist ja gar nicht so schlecht! Staun! Und dieser typische Rosenkohlduft war gar nicht so penetrant, und sogar angenehm, dafür stachen feine Gewürze hervor. Dummerweise habe ich nicht gefragt, wie die das gekocht haben. Gestern auf dem Mark deutete ich dann dem Verkäufer beherzt auf das Rosenkohlkistchen. Ich habe mir dann aus diversen Rezepten in Kombination mit meinem eigenen Geschmacksempfinden was zusammengebastelt.

Rosenkohl nach Eva’s Art:

Zutaten für 2 Portionen:

500g Rosenkohl, gewaschen
3 Frühlingszwiebeln, kleingeschnippelt
1 halbe Zwiebel, kleingeschnitten
Halbe Peperoncini, in Ringe geschnitten
5 Cherrytomaten, geviertelt
Etwas Rapsöl
1/4 Liter Gemüsebrühe
1 Prise Rohrohrzucker
1 TL Currypulver
1 EL Kichererbsenmehl
1 Becker lactosefreie Sahne
Salz+Pfeffer

Zubereitung:

  1. Rosenkohl ca. 10-15 Minuten schonend dampfgaren, beiseite stellen
  2. Sahne mit Gemüsebrühe unter ständigem Rühren aufkochen
  3. In einer Sautierpfanne Zwiebeln mit Peperoncini in ÖL anschwitzen, Currypulver und Kichererbsenmehl hinzufügen und kurz weiterdünsten
  4. Rosenkohl und Tomaten hineingeben, kurz anbraten und dann mit Gemüsebrühe, Zucker und Sahne aufgiessen, Tomaten hinein und zugedeckt köcheln lassen
  5. Mit Salz und Pfeffer abschmecken

Das Rezept ist jetzt bestimmt keine Weltneuheit, aber sehr lecker. Ok, ich muss zugeben, das Kichererbsenmehl bindete nicht so gut, da muss ich mir noch was besseres ausdenken. Rosenkohl ist übrigens eine Vitamin-C-Bombe, um es genau zu sagen: Pro 100 g Blumenkohl gute 69 mg Vitamin C.

Rosenkohl

 

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3 Antworten auf “Rosenkohl, das Hassgemüse meiner Kindheit :-)”

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